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Jörn Hoffmann (SPD) fordert zentrale Rekrutierungsstelle für internationale medizinische Fachkräfte

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Der Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderungen für die medizinische Versorgung in Bremerhaven dar. Eine wirksame Bekämpfung ist entscheidend, um die Qualität des Versorgungssystems langfristig zu sichern. Derzeit entscheiden sich zu wenige Menschen für einen medizinischen Beruf, während gleichzeitig die geburtenstarken Jahrgänge zunehmend in den Ruhestand gehen. Die Folgen sind bereits sichtbar: Facharztpraxen schließen mangels Nachfolge, offene Stellen in Kliniken bleiben unbesetzt.

„Wir dürfen uns nichts vormachen: In den kommenden Jahren werden medizinische Fachkräfte nicht plötzlich in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Selbst wenn wir jetzt gezielt mehr Ausbildungs- und Studienplätze schaffen, werden die Effekte erst in fünf bis zehn Jahren spürbar sein“, erklärt Jörn Hoffmann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Vor diesem Hintergrund fordert Hoffmann eine stärkere Bündelung der Anstrengungen bei der internationalen Fachkräftegewinnung: „Wir brauchen dringend eine professionelle und zentral organisierte Anwerbung internationaler medizinischer Fachkräfte, um die Auswirkungen des demografischen Wandels zeitnah abzufedern.“

Konkret schlägt Hoffmann die Einrichtung einer zentralen Rekrutierungsstelle vor. Diese soll Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland umfassend unterstützen – insbesondere bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse, beim Erwerb notwendiger Sprachkenntnisse sowie bei der Integration vor Ort, etwa durch Hilfe bei der Wohnungssuche und beim Familiennachzug.

„Durch eine solche Struktur können Anerkennungsverfahren deutlich beschleunigt werden“, ist Hoffmann überzeugt. Gleichzeitig müsse die Sprachförderung weiter ausgebaut werden, um die erforderlichen Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sowie das Fachsprachniveau C1 zu erreichen. Ergänzend seien attraktive Rahmenbedingungen notwendig: „Arbeitgeberangebote wie befristete Wohnungen, Integrationshilfen und flexible Arbeitszeitmodelle können die Attraktivität Bremerhavens als Arbeitsort erheblich steigern.“

Abschließend betont Hoffmann: „Wir müssen alle verfügbaren Mittel nutzen, um Bremerhaven im internationalen Wettbewerb um medizinische Fachkräfte zukunftsfest aufzustellen.“

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