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SPD-Fraktion sieht Sofortmaßnahmen als ersten Schritt zur Stärkung der medizinischen Versorgung

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Die medizinische Versorgung in Bremerhaven steht vor erheblichen Herausforderungen. Insbesondere bei Hausarztpraxen sowie in den Fachrichtungen Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie drohen Versorgungslücken. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der demografische Wandel: Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand treten, während es gleichzeitig an Nachwuchs fehlt. Ein Ausgleich dieser Entwicklung ist derzeit nicht absehbar.

Da eine Ausweitung von Ausbildungsprogrammen und kreative Strategien zur Gewinnung externer Fachkräfte das medizinische Versorgungssystem erst langfristig entlasten werden, fordert der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörn Hoffmann, kurzfristige Maßnahmen. Ziel sei es, erste Schritte hin zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung einzuleiten.

„Als schnelle Reaktion auf die angespannte Personalsituation können Starterprämien ein wirksames Instrument sein, um niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gezielt zu fördern“, erklärt Jörn Hoffmann. „Für bestimmte Fachrichtungen sind finanzielle Anreize von bis zu 150.000 Euro sowie ein Honorarzuschlag von 20 Prozent über einen Zeitraum von zwei Jahren möglich. Diese Anreize sollen mit einer dreijährigen Verpflichtung verbunden werden, in Bremerhaven tätig zu sein. Darüber hinaus müssen Halteprämien für bestehende Praxen ausgeweitet werden, um den Verbleib erfahrener Medizinerinnen und Mediziner vor Ort zu sichern und einer Abwanderung entgegenzuwirken“, so Hoffmann.

„Da der Landesausschuss eine drohende ärztliche Unterversorgung in Bremerhaven festgestellt hat, können Starter- und Halteprämien in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Diese Kosten tragen die Kassenärztliche Vereinigung und die gesetzlichen Krankenkassen, nicht die Patientinnen und Patienten“, stellt Jörn Hoffmann abschließend klar.

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