Das Projekt Sommerstraße in der Alten Bürgerstraße wurde im Jahr 2025 erstmals als verkehrsberuhigter Bereich erprobt. Ziel der Verkehrsberuhigung war es, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Alten Bürger zu steigern und zugleich neue Nutzungsmöglichkeiten für Gastronomie, Einzelhandel, Kulturbetrieb und dem ehrenamtlichen Engagement erfahrbar zu machen. Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und FDP betonen, dass neue Ansätze in der verkehrsräumlichen Nutzung genau diesem Zweck dienen sollen: positive Effekte sichtbar zu machen, zugleich aber auch Herausforderungen offen zu benennen und sachlich auszuwerten.
Hierzu steht die Koalition in engem Austausch mit Stadtrat Charlet sowie dem Stadtplanungsamt. Darüber hinaus wird der Kontakt zum Quartiersmeister Jens Rillke gesucht, um Rückmeldungen aus dem Quartier in die weitere Bewertung einzubeziehen. Die unterschiedlichen Perspektiven von Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden, ehrenamtlich Engagierten sowie Besucherinnen und Besuchern müssen dabei gleichermaßen berücksichtigt werden.
Die Koalitionsfraktionen stellen klar: Die dauerhafte Fortentwicklung einer verkehrsberuhigten Alten Bürger kann nur auf der Grundlage belastbarer Kriterien erfolgen. Dazu zählen unter anderem die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe, die Erreichbarkeit des Quartiers, die Verkehrsführung, die Kosten temporärer Maßnahmen – etwa für gemietete Ampelanlagen – sowie die Akzeptanz bei den Anwohnerinnen und Anwohnern.
Sönke Allers (SPD) erklärt: „Das Projekt Sommerstraße hat gezeigt, welches Potenzial im öffentlichen Raum steckt. Gleichzeitig gab es sehr unterschiedliche Rückmeldungen aus dem Quartier. Unser Anspruch ist es, diese Erfahrungen ernst zu nehmen und eine ausgewogene Entscheidung unter Berücksichtigung des Haushalts 2026/2027 zu treffen, die den verschiedenen Interessen gerecht wird.“
Thorsten Raschen (CDU) ergänzt: „Stadtentwicklung braucht Ordnung, Verlässlichkeit und wirtschaftliche Vernunft. Gerade bei Verkehrsfragen müssen Erreichbarkeit und Kosten mitgedacht werden. Ziel ist eine Lösung, die für Anwohner, Gewerbe und Anlieger gleichermaßen tragfähig ist.“
Marko Miholic (FDP) betont: „Klar ist, dass wir nun zeitnah weitere fachliche Auswertungen aus dem Stadtplanungsamt betrachten werden – ergänzend zu der bereits vorliegenden Umfrage. Auf dieser Grundlage wollen wir uns zügig und unter Beteiligung der Akteure vor Ort damit auseinandersetzen, einen gangbaren Weg zu finden, damit die Menschen im Quartier wissen, was sie erwartet.“
Die Koalitionsfraktionen werden die Auswertung des Projektes Sommerstraße 2025 gemeinsam mit Stadtrat Charlet konstruktiv begleiten. Ziel ist es, zeitnah eine klare Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen, um allen Beteiligten für die Zukunft Planungssicherheit zu geben.

