Strelow: „Ein Schlag ins Gesicht der arbeitenden Menschen!“
„Die Grünen dürfen die Menschen nicht vergessen.“ Mit deutlichen Worten kritisiert Janina Strelow, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bremerhaven, die aktuellen Rentenpläne von Bündnis 90/Die Grünen.
„Wer ernsthaft darüber diskutiert, dass Menschen bis zur Krankheit arbeiten sollen, hat den Bezug zur Lebensrealität vieler Beschäftigter verloren“, so Strelow. „Diese Art der Argumentation ist nicht nur unsensibel, sie ist respektlos gegenüber Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.“
Besonders schwer wiegt aus Sicht der SPD, dass sich die Grünen nicht nur gegen die Rente mit 63 stellen, sondern allgemein gegen Frühverrentung und Altersteilzeit, die Menschen schützen sollen, bevor sie krank oder dauerhaft arbeitsunfähig werden. „Statt rechtzeitig Belastungen anzuerkennen, setzen die Grünen auf längeres Durchhalten – koste es, was es wolle“, kritisiert Strelow.
Zudem werde Arbeit von den Grünen fast ausschließlich über körperliche Belastung definiert. „Ja, handwerkliche und körperliche Arbeit ist hart. Aber psychische Belastungen werden völlig ausgeblendet. Dauerstress, Schichtdienst, Verantwortung für Kinder, Pflegebedürftige, für die Sicherheit, Bildung und soziale Stabilität – all das wird offenbar nicht ernst genommen.“
Viele Menschen arbeiten hart, auch ohne Blauhelm. Sie tragen Verantwortung, treffen Entscheidungen, halten Betriebe, Verwaltungen, soziale Einrichtungen und unsere Wirtschaft am Laufen. „Für all diese Menschen ist dieser Vorstoß ein Schlag ins Gesicht“, stellt Strelow klar.
Für die SPD Bremerhaven ist klar: „Rente ist keine Gnade, sondern Anerkennung von Lebensleistung.“ Debatten, die darauf hinauslaufen, Menschen immer länger und immer härter arbeiten zu lassen, lehnt die SPD entschieden ab. „Wir stehen für Wertschätzung gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die jeden Tag alles geben – und wir gönnen ihnen ihre wohlverdiente Rente. Und das nicht erst mit 67.“

