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SPD Bremerhaven: Kürzungen bei Integrationskursen sind das falsche Signal

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Strelow: „Keine Chancen verbauen für die Menschen und für unsere Wirtschaft!“

Mit scharfer Kritik reagiert Janina Strelow, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bremerhaven, auf die angekündigten Einschränkungen bei Integrationskursen durch das Bundesinnenministerium.

„Wer bei Integrationskursen kürzt, spart am falschen Ende. Sprache ist der Schlüssel zu Arbeit, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Wer Deutsch lernt, will ankommen, arbeiten und Verantwortung übernehmen – genau diese Menschen dürfen wir jetzt nicht ausbremsen.“

Die SPD Bremerhaven setzt sich klar dafür ein, diejenigen zu stärken, die bereit sind, die Sprache zu erlernen, einen Beruf auszuüben und sich weiterzubilden. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre – insbesondere die Entwicklungen seit 2015 – zeigen deutlich: Integration gelingt nur dann nachhaltig, wenn Menschen eine echte Perspektive bekommen. Dazu gehört in erster Linie der Zugang zu Sprache.

„Ohne gute Deutschkenntnisse ist eine qualifizierte Beschäftigung kaum möglich. Wer in Betrieben, Pflegeeinrichtungen, im Handwerk oder in der Logistik arbeiten will, braucht Sicherheit in der Sprache. Und diese Arbeitskräfte brauchen wir dringend.“

Gerade in einer Stadt wie Bremerhaven mit hohem Fachkräftebedarf sei es widersprüchlich, Integrationsangebote einzuschränken, während gleichzeitig über fehlende Arbeitskräfte geklagt werde. Integrationskurse seien keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine Investition in wirtschaftliche Stabilität und sozialen Zusammenhalt.

Zudem betont Strelow, dass viele Zugewanderte die Kosten für umfassende Deutsch- und Integrationskurse nicht aus eigener Kraft tragen können. „Wer gerade erst angekommen ist, kann diese Kurse finanziell nicht selbst stemmen. Wenn der Staat sich zurückzieht, verbauen wir Chancen – für die Menschen und für unsere Wirtschaft. Das dürfen wir nicht zulassen!“

Für die SPD Bremerhaven ist klar: Wer Integration ernst meint, muss in Sprache investieren. „Wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte mit guten Deutschkenntnissen. Und wir brauchen eine Politik, die ihnen den Weg dorthin ermöglicht – nicht erschwert.“

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