Jahr für Jahr scheiden zunehmend medizinische Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben aus. Gleichzeitig gelingt es dem Nachwuchs nur bedingt, die entstehenden Lücken im medizinischen Versorgungssystem zu schließen – nicht zuletzt, weil es im Land Bremen keinen eigenen Studiengang für Humanmedizin gibt.
Aus Sicht des gesundheitspolitischen Sprechers der Bremerhavener SPD-Fraktion, Jörn Hoffmann, ist eine verstärkte Nachwuchsförderung daher dringend erforderlich:
„Wenn das Land Bremen keinen eigenen Medizinstudiengang anbietet und junge Ärztinnen und Ärzte nicht aktiv ausbildet, braucht es umso mehr eine strategische Nachwuchsförderung, um Fachkräfte für Bremen und Bremerhaven zu gewinnen“, erklärt Hoffmann. „Dazu gehören Ausbildungskooperationen mit ausländischen Universitäten, praxisnahe Angebote wie Skills Labs sowie mehr Möglichkeiten für Famulaturen und Assistenzarztstellen. Nur so können wir junge Menschen für unsere Region begeistern und langfristig binden.“
Kritisch sieht Hoffmann dabei die bisherige Arbeit der Gesundheitssenatorin:
„Leider hat Senatorin Bernhard bislang zu wenig unternommen, um entsprechende Ausbildungskooperationen auf den Weg zu bringen oder die Nachwuchsförderung zu einem zentralen strategischen Ziel ihres Ressorts zu machen. Trotz mehrfacher Gespräche sind hier keine ausreichenden Fortschritte erkennbar.“
Abschließend fordert Hoffmann:
„Die Nachwuchsförderung medizinischer Fachkräfte muss in der zuständigen Senatsbehörde endlich oberste Priorität erhalten. Die notwendigen Konzepte und Möglichkeiten liegen längst vor. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt.“

