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Jörn Hoffmann (SPD) fordert Ausbau der Gesundheitsprävention im Land Bremen: „Krankheiten verhindern, bevor sie ausbrechen!“

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Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen, ist in der Regel kostengünstiger und nachhaltiger als ihre spätere Behandlung. Auf Landesebene werden bereits verschiedene Maßnahmen koordiniert, um eine wirksame Gesundheitsprävention im Land Bremen sicherzustellen. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung des Präventionsgesetzes, die quartiersorientierte Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten, die im Zuständigkeitsbereich der Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) liegen.

Nach Auffassung des gesundheitspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Jörn Hoffmann, besteht jedoch ein grundlegendes strukturelles Problem in der derzeitigen Ausrichtung der Gesundheitsbehörde: „Die Aufgabe der Senatorin ist es, die Gesundheitsprävention im Land Bremen strategisch zu strukturieren und zu koordinieren. Stattdessen erleben wir eine Politik, die sich zu stark an einzelnen Projekten orientiert, anstatt nachhaltige Strukturen zu schaffen und die übergeordneten Zusammenhänge in den Blick zu nehmen. Viele wichtige Präventionsbereiche werden durch isolierte Projekte abgedeckt, die nur unzureichend miteinander vernetzt und häufig von befristeten Fördermitteln abhängig sind.“

Hoffmann kritisiert insbesondere die daraus resultierende Fragmentierung und mangelnde Planungssicherheit: „Gerade für die Menschen, die auf diese Angebote angewiesen sind, ist es frustrierend, wenn Maßnahmen nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen und keine langfristige Perspektive bieten. Kontinuität ist hier der entscheidende Erfolgsfaktor.“

Vor diesem Hintergrund fordert Hoffmann ein grundlegendes Umdenken: „Wir brauchen eine nachhaltige und ganzheitliche Struktur der Präventionslandschaft im Land Bremen. Dazu gehören eine stärkere zentrale Steuerung der beteiligten Akteure, verlässliche Rahmenbedingungen, eine niedrigschwellige Ansprache bislang nicht erreichter Bevölkerungsgruppen sowie eine datenbasierte Evaluation der Maßnahmen. Zudem müssen die digitalen Möglichkeiten der Gesundheitsprävention konsequent genutzt werden.“

Abschließend betont Hoffmann die Bedeutung digitaler Angebote: „Gesundheits-Apps, die unkompliziert von zu Hause aus ein bewussteres Leben fördern, sind ein naheliegender und schnell umsetzbarer Baustein moderner Präventionspolitik, der in einer zunehmend digitalen Welt stärker berücksichtigt werden sollte.“

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