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SPD-Fraktion fordert: Leuchtturmneubau der Nordmole muss historischem Vorbild optisch entsprechen

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Mit dem Abriss des denkmalgeschützten Nordmolenfeuers an der Geestemündung im Jahr 2022 verlor Bremerhaven eines seiner prägendsten maritimen Wahrzeichen. Seit 1914 markierte der Turm mit der roten Kuppel die Einfahrt zum Fischereihafen und war über Jahrzehnte hinweg fester Bestandteil des Stadtbildes sowie ein häufig dargestelltes Motiv regionaler und überregionaler Künstler.

Ende 2025 beschloss der Bremer Senat den Neubau der Geestemole mit einem Volumen von 32,2 Millionen Euro. Am Ende der Mole soll erneut ein Leuchtfeuer errichtet werden. Bis heute liegt der Öffentlichkeit jedoch keine Visualisierung des geplanten Neubaus vor. Bekannt sind lediglich technische Zeichnungen zum Verlauf der Mole – nicht jedoch zum Erscheinungsbild des Leuchtturms.

„Zum Aussehen des neuen Molenfeuers herrscht bei bremenports und der Hafensenatorin auffälliges Schweigen. Das weckt Zweifel, ob hier ein dem historischen Vorbild entsprechender Neubau geplant ist oder am Ende eine Sparlösung umgesetzt werden soll“, kritisiert Sönke Allers, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Auch der zwischenzeitliche Verzicht auf das Lagunenbad in den Planungen verstärke diesen Eindruck. „Was nicht dargestellt wird, wird oft auch nicht gebaut.“

Die SPD-Fraktion fordert daher eine öffentliche Veranstaltung, in der die Verantwortlichen die weiteren Planungsschritte transparent vorstellen und erläutern.

„Wenn der Roland in Bremen umfallen würde, würde jeder Schritt des Wiederaufbaus öffentlich und detailliert begleitet. Bei maritimen Bauwerken in Bremerhaven hingegen entsteht der Eindruck von Desinteresse und Intransparenz“, so Allers weiter.

Für die SPD-Fraktion ist klar: Der Neubau darf keine seelenlose Konstruktion werden. „Wir wollen einen Turm, der dem historischen Vorbild optisch exakt entspricht. Die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener haben Anspruch darauf, ihr maritimes Wahrzeichen zurückzubekommen – einen Turm mit Seele am Ende der neuen Mole“, betont Allers.

Abschließend richtet die SPD-Fraktion eine klare Erwartung an die Bremer Hafensenatorin: „Wir erwarten, dass nun endlich konkrete Pläne zum Leuchtturm vorgestellt werden, damit die Öffentlichkeit weiß, was tatsächlich geplant ist“, so Allers in Richtung von Senatorin Kristina Vogt (Die Linke).

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